Tina Endruschat

  • Familie
    • „Familie ist, wo das Herz zuhause ist.“
    • „Familie bedeutet, dass niemand zurückgelassen oder vergessen wird.“
  • Paulchen

    Kleine Katzen

    Ein Gedicht von James Krüss

    Kleine Katzen sind so drollig
    Und so wollig und so mollig,
    Dass man sie am liebsten küsst.
    Aber auch die kleinen Katzen
    Haben Tatzen, welche kratzen.
    Also Vorsicht! Dass ihr’s wisst!
    Kleine Katzen wollen tollen
    Und die Wolleknäuel rollen.
    Das sieht sehr possierlich aus.
    Doch die kleinen Katzen wollen
    Bei dem Tollen und dem Rollen
    Fangen lernen eine Maus.

    Kleine Katzen sind so niedlich
    Und so friedlich und gemütlich.
    Aber schaut sie richtig an:
    Jedes Sätzchen auf den Tätzchen
    Hilft, dass aus dem süßen Kätzchen
    Mal ein Raubtier werden kann

    ©James Krüss

  • Gedanken

    Eigener Dreck

    Ein Gedicht von Norbert Van Tiggelen

    Oftmals reden Menschen gerne
    über Seelen Schund und Dreck,
    meinen, vor der eignen Türe
    sieht man nicht den kleinsten Fleck.

    Doch der Schmutz liegt dort nicht selten
    meterhoch und auch so breit;
    täglich steigen sie dort drüber,
    ist für sie ’ne Kleinigkeit.

    Kämen solche üblen Menschen
    nicht aus ihrer Wohnung raus,
    weil der eigne Dreck sie hindert,
    gäb’ ich dafür laut Applaus.

    Diese dreisten, schlechten Seelen
    achten nicht auf ihren Mist,
    wichtig ist für sie dagegen,
    zu verbreiten Streit und Zwist.

    ©Norbert van Tiggelen

  • Henry
    Henry
    In Erinnerung an unseren Süßen…

    Das Testament einer Katze

    Ein Gedicht von Margaret Trowton

    Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament,
    um ihr Heim und alles, was sie haben,
    denen zu hinterlassen, die sie lieben.
    Ich würde auch solch´ ein Testament machen,
    wenn ich schreiben könnte.

    Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner
    würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen,
    meinen Napf, mein kuscheliges Bett,
    mein weiches Kissen, mein Spielzeug
    und den so geliebten Schoß,
    die sanft streichelnde Hand,
    die liebevolle Stimme,
    den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte,
    die Liebe, die mir zu guter Letzt
    zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird,
    gehalten im liebendem Arm.

    Wenn ich einmal sterbe, dann sag‘ bitte nicht:
    „Nie wieder werde ich ein Tier haben,
    der Verlust tut viel zu weh!“

    Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus
    Und gib‘ ihr meinen Platz.

    Das ist mein Erbe.
    Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles,
    was ich geben kann.

    ©Margaret Trowton